Montag, 17. Oktober 2011
Alpecin - In der Tat witzig
Es ist schon etwas länger her, da habe ich ein nahegelegenes Schwimmbad besucht. Üblicherweise geht man nach dem Plantschadventure unter die Dusche. In meinem Fall bedeutete das die Herrendusche. Dort trifft man dann Herren die Ihren Kopf unter die Prause halten, also nichts Besonderes. Neben mir stand aber ein junger Mann, der mit Alpecin Schampon sein noch volles Haupt einschäumte. Ein lachen konnte ich mir verkneifen. Es gibt also tatsächlich Menschen die sich von dieser fast schon pseudo Kult Werbung beeindrucken lassen, in der ein sogenannter Dr. Klenk an einem Diagramm herumschraubt und behauptet das Produkt könne erblich bedingten Haarausfall vorbeugen. Ich für meinen Teil habe in der Tat über ein Jahr in einem Labor für Humangenetik gearbeitet und kann wohl reinen Gewissens sagen, dass ein Koffeinschampon niemals genetisch bedingten Haarausfall vorbeugt. Genetische Probleme kann man nur genetisch beheben. Aber das ist nach heutigem Wissensstand noch unmöglich. Es gibt zwar einige Stoffe die Mutagen sind (also in der Lage sind das Erbgut eines Menschen zu verändern), aber der Effekt bei Kontakt mit diesen Stoffen ist ausschließlich negativ. Das einzige was gegen Haarausfall helfen kann ist eine hormonelle Behandlung. Es gibt z.B. ein Produkt namens Propecia, das genau in diese Richtung geht. Homöopathische Mittel sind also nichts als Schwachsinn. Den eben geschriebenen Vortrag habe ich dem jungen Mann aber nicht gehalten. Wäre in der Hallenbadatmosphäre wohl etwas unangebracht gewesen. Seit dem Tag träume ich davon ein paar Männer mit Glatze und Alpecin T-Shirts zu fotografieren die mit gehobenen Daumen in die Linse grinsen. Wäre das nicht in der Tat witzig?

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